KL – nicht nur der Name von Superman, sondern auch: Kuala Lumpur

Laut und voll und groß war Kuala Lumpur (was, wie ich gelernt habe, von allen eigentlich nur KL genannt wird) für mich der zweite Transferstop gen weiterem Asien. Die Stadt ist, wie zuvor schon Singapur, immer noch sehr westlich, war für mich aber doch schon etwas herausfordernder.

Das mag vor allem an dem verwirrenden System des öffentlichen Nahverkehrs gelegen haben. Das zwar durch U-Bahn und Züge und ich glaube auch so etwas wie S-Bahnen umfassend ist, aber genau deshalb auch: verwirrend. Ein Ticket mit dem man übergreifend mit allen „Öffis“ fahren kann, habe ich nicht entdeckt und so hatte ich zeitweise dann zwei getrennte Ticketpakete in der Tasche. Um an der Zielhaltestelle festzustellen, dass ich von da nun nicht an den nächsten Ort herankomme weil das dritte fehlte. Auch bin ich als Fußgänger schlicht gescheitert und wirklich nie weit gekommen. Und ja, da kann man nun fragen: „wer will denn auch das alles zu Fuß erkunden?“ Und da mag man recht haben in Zeiten von Uber und vor allem im Kontinent des billigen Personen-Transportverkehrs, aber: ich mache das gern. Zu Fuß durch die Straßen schlendern und so Dinge sehen, die einem im vorbeifahren vielleicht entgangen wären. Außerdem fahre ich aus Prinzip (bisher noch) keinen Roller – aber: das mag sich ja eines nicht allzu fernen Tages tatsächlich auch einmal ändern. (Aber diese sehr, sehr einsame Straße, auf der außer mir keine Menschen sind, muss ich in Asien erst noch finden…)

Was zum verwirrenden Transportsystem hinzukommt ist, dass ich mich an den beiden Tagen hier wirklich sehr auffällig gefühlt habe. Und das trotz der zahlreichen Besucher einer Comicmesse, die zeitgleich stattfand. Aber trotz der vielfältigen Öhrchen-Haarreife auf erwachsenen Männern und Frauen, dem zugehörigen Make-Up und der passenden Verkleidungen war ich scheinbar die größere Attraktion und irgendwie ist das ja klar, dass man auffällt mit der weißen Haut und den hellen Augen, aber hier hat es sich unangenehmer angefühlt als es andernorts bisher der Fall war. Vielleicht lag das auch daran, dass gefühlt mit mir nur wenige westliche Touristen in der Stadt waren, was zum einen – gerade an den Touristen Hot Spots – sehr entspannend war, zum anderen teilweise auch leicht verwirrend, weil man sich zwischendurch dann doch unsicher wird, ob man richtig ist. Oder ich durch Wehleidigkeit aufgrund meiner Reise-Erkältung auch einfach leicht überempfindlich.

In Summe – waren die kurzen Zwischenstopp-Tage in KL für mich vollkommen ausreichend um zu erkennen: die Petronas Towers sind hoch, die Batu Caves sind beeindruckend und heiß ist es auch da.

 


Zum anschauen: in jedem Fall die Batu Caves, die (sogar für mich) ganz easy mit dem Zug (KMUTER) innerhalb knapp 20 Minuten zu erreichen sind. Die „Hauptcave“ kostet keinen Eintritt – der wird nur für weitere Caves fällig, die es auch zu besichtigen gibt. An den Petronas Twin Towers muss man auch mal vorbeischauen und eine weitere  Touristenattraktion ist die Moschee Masjid Negara (Jalan Perdana, Tasik Perdana, 50480 Kuala Lumpur) (Achtung: es gibt spezielle Besichtigungszeiten für nicht-muslimische Touristen). Sie ist die Nationalmoschee von Malaysia und befindet sich direkt neben dem botanischen Garten (Jalan Perdana, Taman Tasik Perdana, Wilayah Persekutuan, Perdana Botanical Gardens, 50480 Kuala Lumpur), in dem man ewig schlendern und entspannen kann.

Zum schlafen: ganz viel für wenig Geld bekommt man im M&M Hotel nahe dem größten Bahnhof von Kuala Lumpur: KL Sentral. Die Zimmer sind klein, aber fein und vor allem: sehr sauber. Die Nähe zum Bahnhof war mir vor allem nach der Ankunft vom Flughafen sehr wichtig, da hier der KLIA Ekspres hält und ich es so nicht mehr weit in meine Unterkunft hatte.

Vom Flughafen in die Stadt: geht super unkompliziert und innerhalb von 30 min mit dem KLIA Ekspres. Der Zug fährt in den Stoßzeiten alle 15 und außerhalb derer alle 30 Minuten und kostet für die Hin- und Rückfahrt umgerechnet ca. 12€.

2 Gedanken zu “KL – nicht nur der Name von Superman, sondern auch: Kuala Lumpur

  1. antjesoasis schreibt:
    Avatar von antjesoasis

    Schöner Einblick. Im Übrigen erkunde ich auch alles alles am liebsten zu Fuß – aber auch mich hat KL hitzetechnisch, aber vor allem bauchtechnisch an diesem Plan scheitern lassen 😉

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