München: Monatsanfang = Packzeit. Stockholm: Unerwartet ganz viel Sonnenschein bekommen. Unerbeten Tipps bekommen. Kunst genossen. Sehr oft Fika gemacht. An so vielen U-Bahn Haltestellen wie noch nie ausgestiegen. Schockverliebt – wegen der Optik und diesem unvergleichlich schönen Kleidungsstil. Müde ins Hostelbett gefallen und müde wieder aufgewacht. Kilometer abgerissen – zu Fuß. Gelernt, dass es neue Kronen gibt und ich mit meinen von damals, von diesem einen, für immer besonderen Urlaub, nicht mehr zahlen kann. Gestaunt und mit dem Kopf in den Wolken über die eigenen Füße gestolpert. Auch über dich gestolpert, T. und mich gefragt ob du hinter diesem Profil steckst und ob ihr noch on und off macht oder endlich final „on“ und glücklich seid, da an Weissensee. Riga: den Schal enger um mich geschlungen und bis zum Regenstart durch die Stadt spaziert. Müde geblieben und dazu ein wenig gebibbert. Herzen gesehen – so viele – und mich gefragt ob das ein Zeichen ist. Viele Cafés besucht und zuletzt im Sonnenschein das schöne Erkundungsgefühl zurück bekommen. Mitten aus dem Nichts eine unerwartete Nachricht bekommen und mich erstaunt gefreut. Berlin: zum ersten Mal ansatzweise das Gefühl von „zuhause“ gehabt und zum ersten Mal den noch leisen, aber schon großen Gedanken laut ausgesprochen (mehrfach). Bei Karotten und Wein intensiv über diesen nachgedacht im Zwischenzuhause. Die Treppe nach oben gekraxelt und so gut geschlafen wie seit Wochen nicht. Im Hof versackt und einen Israel-Urlaubstag verplant, weil der Zufall manchmal so unfassbar passend ist. Hinter einem Vorhang vorgesprungen um danach mit der Berlin Crew durch die Stadt zu ziehen und Pommes Italiana mit Currywurst zu essen und um kurz vor zwölf zu hetzen damit wir pünktlich beim Kerzen auspusten zukucken können. Mit dem Taxifahrer gequatscht und freudig ins Zwischenzuhause geschwankt „hat Spaß gemacht“. Unverhofft eine Nachricht aus Schweden bekommen und geschmunzelt – unerwartet eine aus München bekommen und den Kopf geschüttelt. Den Koffer wieder gepackt. In Between: melancholisch glücklich auf der Landstraße aus dem Fenster starrend diesen Song gehört: Fynn Kliemann – Zuhause. Neuruppin: Tränchen beim Reden hören verdrückt, ehrlich gewesen obwohl ich nicht sicher war wie das in dem Moment am besten geht, tolle Komplimente von einem tollen Menschen bekommen, viel getrunken und unbetrunken hingefallen, gequatscht und wenig geschlafen, aufgewacht und erkannt: Karma strikes back – wenn auch manchmal erst Jahre später. Grandiose Ente von der Mama von L. zu Mittag gegessen. Berlin: in der Mittagspause mit der einen von Beginn an Lieblings-Kollegin, die eigentlich doch schon eher eine Freundin ist, firmeninterne Ghosting-Geschichten bequatscht. Zwei neue Flüge gebucht und einen spontanen Adventsaufenthalt eingeschoben. München: an der Kasse im Supermarkt wegen der Freundlichkeit gefühlt wie als ob noch in Berlin. Auf der Fahrt nicht ehrlich gewesen, obwohl ich in dem Moment sicher war wie es am besten geht und erkannt, dass ich dabei bin uns zu verlieren. Postkarte im Briefkasten entdeckt und kein Drama mit der Küchendecke erlebt. Dazwischen dieser Song: The Ting Tings – Estranged (die richtige Emotion zu richtigen Zeit – verpackt in Worte und Musik.) (Danke, J. für deinen tollen Musikgeschmack und die Momente, in denen du ihn mit mir teilst.) Stuttgart: toller Workshop mit bombastischen 3 Gänge Mittagsmenü. Die ganze Stadt und alle Erinnerungsorte und -momente darin bei gleichzeitig vollkommener Orientierungslosigkeit weil alles anders ist als früher. Das lange quatschen auf der bequemen Couch, die mittlerweile in einer neuen Wohnung steht. In between: freie Autobahn + gute Musik + 200km/h = schnelles Glück. München: der Keller, die Spinne, die Maus und ich und das komisch fühlen in der eigenen Hood wegen der Zufallsangst. Der Tag, als ich auf der Pole Position stand und das unvergleiche Gefühl, dass du da meinen Namen liest (in your face!). Die Wortkombination des Monats: „sexy Blasehase“ und das aufgeben, einfach weil ich nicht mehr kann und will. Die Unfassbarkeit der Arbeitswelt – gebündelt in einer Woche – und das Gruppenlachen wegen der „Nicht-Beschweren“-Challenge (wie schön das ist, sich nicht verstellen zu müssen). Die Mietwagenchallenge (danke, T.) und das Baby Kennenlernen und der Moment als ich während dem Zähne putzen kurz vergessen habe wie alt ich eigentlich bin (aus dem kurz davor gefassten Plan wird aufgrund dieser Fehleinschätzung nichts mehr). Monatsende =Packzeit.