München: Das lange sitzen im Café mit dem ehemaligem Kollegen und das schöne Gefühl des ‘manche Dinge ändern sich nie’. Das Geschenke-Einschmeiss Szenario, bei dem ich erkennen musste, dass ich wohl nie Spionin hätte werden können (Der Gedanke „was, wenn der heute früher Feierabend macht und mich hier am Briefkasten sieht“ der mich fast umgebracht hat vor lauter Herzklopfen). Der Abend in der gleichen Lokalität wie am Abend zuvor, der Sturm der einen sehr plötzlichen Aufbruch zur Folge hatte und der Weg nach Hause mit Wetterleuchten und unglaublich unfassbarem Glücksgefühl wegen eben dieses perfekten Moments ganz kurz vor dem Unwetter mit passender Musik im Ohr. Der eingetrudelte Brief von vor zwei Jahren, das lesen dieser so schönschlauen Worte und das Erkennen: manchmal wird es anders als gedacht und ist dann trotzdem genauso wie einstmals gedacht. Berlin: DAS Gespräch nach sechs Monaten und das rundherum positive Gefühl danach, das durch die Gänge schleichen an diesem Freitag im Gebäude mit Panikmagen obwohl doch ich eigentlich eben dazu gar keinen Grund habe – und das alles wegen der Hose, die immer noch in meinem Spind lag und der unbeantworteten Nachricht dazu. Die Geburtstagsfeier und dieser wirklich, wirklich nette Kerl (‚I wish that we could give it a go – see if we could be something‘). München: Der nicht-ausgehabend und das schöne Gefühl des „in der eigenen Küche versackens“. Der Buchclub (Stand heute ist das Buch gekauft + angefangen + noch immer fehlt der Name). Das am Flughafen absetzen und das Verfahren danach und das schöne Gefühl auf der nächtlichen Autobahn mit dem fremden Reisekribbeln im Herz. Das anstrengende Treffen mit Menschen mit denen ich einst mein halbes Leben teilte, die Vorwürfe am Abend darauf, ganz plötzlich nach einem halben Jahr und der Moment als ich mir deshalb unsicher über mich selber wurde obwohl ich mir sicher war, dass das doch damals alles anders war. Das lähmende Gefühl der zunehmenden Bedeutungslosigkeit am Tag darauf mit vorwiegend fremden Menschen am Tisch in der lauen Nacht. Der eine wunderschöne Wiesn-Besuch dieses Jahr, das viele Lachen und die grantelnde Kellnerin und das sinnieren über eine Feier in zwei Jahren und die abschließende – viel zu lange – Diskussion, ob Knutschen automatisch nachfolgend Sex bedeutet (das gewinnen derselbigen [definitiv nein]). In Between: Dieses süße Mädchen mit den drei perfekt gesprochenen Sprachen und das kleine bisschen Neid um diese Konstellation am Tisch gegenüber im Zug. Frankfurt: Das innerliche aufgeben beim Betreten dieser einen Wohnung. Die über anderthalb Tage anhaltende Mulmigkeit im Bauch und das leichte „Mir ist schlecht“ Gefühl als ich wieder vor diesem Gebäude stand, das ich zuletzt in ganz anderer Rolle und Position betreten habe. Der tolle Moment mitten im Termin als ich dachte ‚das macht Spaß‘ und das so positive Feedback danach von dem Kollegen, von dem ich es nicht erwartet hätte. Berlin: Nach wie vor mit geliehener Hose im Spind, die ab jetzt #finallymine ist (Wie schlimm muss dieser Abend für ihn nur gewesen sein? [Die resultierende Dauerbrennfrage im Kopf: Und was genau daran – und warum hast du es nicht einfach direkt danach gesagt?]). Die tollen Freundinnen die für einen Verbrennaktionen auf dem Tempelhofer Feld planen und die zeitgleich die kleine Trauer um das ‘es wäre wirklich schön gewesen…’ mit einem teilen. Das Nicht-Date mit dem wirklich, wirklich netten Kerl vom Geburtstag und dieser eine Blick von gegenüber im Plüschsessel, der mich für einen kurzen Moment hat denken lassen, das alles könnte eventuell und ausnahmsweise und entgegen aller Erwartungshaltungen doch einmal gut ausgehen (eine Sekunde Glücksgefühl) sogar für mich – und das auf dem Nachhauseweg folgende, umfassende und unendlich frustrierende Gefühl des perfektionierten Versagertums in dieser Hinsicht. Die Reisebuchungen – die auch weiterhin in der neuen Arbeit unter keinem guten Stern stehen. Der Moment in der Kantine als der Hosenausleiher da plötzlich lang lief (leider trotz allem noch immer schön anzuschauen) und die Frage, ob Du mich auch gesehen hast und ob das etwas mit Dir gemacht hat und wenn ja: was? Die Momente nach sechs Monaten wenn man Kollegen ins Herz geschlossen hat und das traurige Gefühl, wenn diese jetzt erst mal für eine Zeit gehen und das bestaunen dieser so umtriebigen Babybäuche, die einen sogar auf Distanz schmunzeln lassen. Der geradesonoch bekommene Flieger nach Hause. Und zum Monatsende: #dahoam (zumindest für drei Tage).