Siem Reap: Hallo, Kambodscha.

Siem Reap ist eigentlich „nur“ dafür bekannt, dass es die nächste Stadt an Angkor ist. Und Angkor, insbesondere Angkor Wat, kennt vermutlich fast die ganze Welt. Dennoch lohnt es sich auch ein wenig durch Siem Reap zu spazieren, da es auch hier  ein bisschen etwas zu entdecken gibt.

Eines fällt als erstes auf: Siem Reap ist quirlig und sehr auf die (Massen an) Touristen ausgelegt, die sich hier ein tägliches Stelldichein geben, um die berühmten Tempelanlagen von Angkor zu erkunden. Mit der Pubstreet gibt es sogar einen kompletten Straßenzug, der sich nur um die (scheinbar typischen) Touristenbelange wie billigen Alkohol und billiges (westliches) Essen kümmert. Massagesalons, die sich vorwiegend um die Füße der Gäste kümmern, gibt es ebenfalls an jeder Ecke und den ein oder anderen Nightmarket auf dem man sich über Schuhe und Schmuck auch jede Menge zum Anziehen kaufen kann, gibt es auch.

Daneben dann aber – in den ruhigeren Seitenstraßen – gewinnt man recht schnell einen Einblick in das nicht-touristische Kambodscha und wenn man ein Weilchen am Fluss gen Norden entlang spaziert, kommt man so automatisch an dem ein oder anderen einprägsamen Eindruck entlang den man ganz ohne andere Touristen für sich alleine mit nach Hause nehmen kann.

Und trotz der Quirligkeit wirkte Siem Reap auf mich zugleich herrlich entspannt.   Hier in Kambodscha geht alles mindestens einen Gang langsamer als zuhause in Deutschland, woran ich mich (immer noch) gewöhnen muss, was mir aber jetzt schon unglaublich gut gefällt. Denn dabei sind die Menschen in Summe unglaublich offen, freundlich und hilfsbereit. Was sich von der Besitzerin eines typischen Food Cart und einem Probehappen bis hin zum Einheimischen zieht, der einem auf Wunsch erklärt was man in diesem Wat hier eigentlich so sieht.

Ich bin somit ganz zufrieden mit diesem ersten Stopp meiner Südostasien-Tour und stolpere seitdem sehr glücklich durch dieses schöne Land samt seiner Besonderheiten.

 

 


Zum anschauen: der Wat Preah Prom Rath lohnt sich – Erklärungen von Einheimischen gibt es mit etwas Glück kostenlos dazu. Über den Psar Chas und den Art Center Night Market kann man auch mal schlendern. Und klar, zumindest einmal gesehen haben: die Pub Street (wer mag, kann da natürlich auch länger Zeit verbringen). [Natürlich auch die Tempelanlagen von Angkor – die verdienen aber einen eigenen Eintrag.]

Zum essen: ich persönlich taste mich gerade von Stadt zu Stadt mehr an das typische Streetfood heran – in Siem Reap habe bin ich den Mittelweg gegangen. Zum einen also im Restaurant – und hier empfehle ich wärmstens(!) die New Leaf Eatery – hier isst man nicht nur richtig, richtig lecker und kann zwischen westlichen Gerichten und khmer Speisen auswählen, sondern tut zugleich noch etwas gutes, denn Teile Ihrer Einnahmen gehen direkt an Hilfsprojekte weiter. Auch sehr zu empfehlen und schon viel weniger touristisch: das Straßenrestaurant direkt vor dem Siem Reap Plaza Market (Sivatha Blvd Ecke Pub Street). Sehr authentisch, preiswert und vor allem: sehr lecker!

Zum schlafen: ich war im Siem Reap Hostel und dort mehr als zufrieden. Neben dem  typischen Ausflugsangebot hat man im hauseigenen Kino jeden Abend die Möglichkeit zum Filmschauen (leckeres Popcorn gibt es an der Bar), morgens gibt es Yoga (habe ich nicht selbst ausprobiert, 05:30h war mir schlicht zu früh) und an der hauseigenen Bar gibt es allabendlich eine rege genutzte Happy Hour mit Bier für 50 cent oder zwei Cocktails zum Preis von einem.

 

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