Sunshine State: Queensland.

Auf den Autokennzeichen von Queensland steht hinter der regionalen Kennung „Sunshine State“ – was sich trotz des gerade beginnenden Winters in Australien bewahrheitet hat. Die Gegend rund um Cairns und Port Douglas ist von einem Sonnen- , Sommer- und Gute-Laune-Gefühl beherrscht, das nicht nur die Touristen hierhin mitbringen.

Cairns

Aus meiner Perspektive ist Cairns eine 50:50 Stadt. Auf der einen Seite kann man hier allabendlich Parties feiern und viele andere – vorwiegend junge – Menschen kennenlernen und auf der anderen Seite ist Cairns ein perfekter Sammel- und Rastort, von dem man in zahlreiche Abenteuer an anderen Orten aufbricht: Schnorcheln und/oder tauchen am Great Barrier Reef,  Regenwaldbesuche, historische Zugfahrten, Fallschirmspringen, Wildtierparks, unfassbar schöne Inseln: eigentlich ist alles direkt vor der Tür oder praktisch nur wenige Stunden Fahrt entfernt.

Cairns selbst bietet keine spektakulären Highlights: es gibt ein Einkaufszentrum, es gibt die bekannten Nightmarkets (wo man viele billige Sachen aus asiatischen Ländern kaufen kann) und aufgrund des fehlenden  direkten Strandzugangs (Quallen und Krokodile scheinen sich in dieser Gegend nämlich auch sehr wohl zu fühlen), haben sich die Bewohner mit Ihrer künstlich angelegten Lagune mitten in der Stadt einen tollen Strandersatz erschaffen, der den ganzen Tag von den Einheimischen und den Touristen rege genutzt wird um zu entspannen und zu plantschen.  Eine allabendliche Beschäftigung der Einheimischen ist es dann, die unzähligen öffentlichen Grillstationen rund um die Esplanade der Stadt in Beschlag zu nehmen und Barbecues zu veranstalten – toll. Auch unternimmt Cairns einiges um das eigene Portfolio anzureichern: so wird gerade an einem Museum rund um die Stadtgeschichte und an einem großen Aquarium, das einem das Great Barrier Reef dann ganz ohne Bootsfahrt näher bringt, gearbeitet.

Am Stadtbild überrascht haben mich die vielen Aborigines, die an fast jeder Straßenecke sitzen und die sehr offensichtlich am unteren Ende der Gesellschaft angekommen sind. Zwar weiß man natürlich um diesen Teil der Geschichte Australiens – aber zumindest meine Erwartung war es nicht, dass diese unüberwindbare Kluft auch heute noch diese Ausmaße hat und ein Teil des Stadtbildes ist. In dieser Deutlichkeit wird einem diese gesellschaftliche Kluft in keiner anderen Stadt Australiens bewusst.

Port Douglas

In das nur eine Fahrtstunde entfernte Port Douglas habe ich mich direkt bei der Ankunft ein wenig verliebt. Dieses kleine Städtchen gibt einem eine sehr zurückgelehnte und entspannte Grundhaltung und dazu ein Gefühl von Tropen-Urlaub: rundherum gibt es kilometerlange Sandstrände (Four Mile Beach), an denen man zur jetzigen Jahreszeit auch immer mehr ohne Quallennetze schwimmen gehen kann, die Einkaufsstraße Macrossan Street lässt rechts und links keine Touristen-Einkaufswünsche offen und bietet zahlreiche Cafés und Restaurants für eine Stärkung an. Dazu gibt es noch Kleinode wie die St. Marys Church at the sea und  beeindruckend schöne Parks wie den Rex Smeal Park in dem man inmitten eines Palmenhains das Meer für Stunden anstarren,  entspannen und glücklich sein kann.

Beeindruckend ist die opulente Schönheit von Queensland allemal – und ich bin ein wenig wehmütig nur so einen kleinen Ausschnitt davon gesehen zu haben.


Schlafen in Cairns: Travellers Oasis – wirklich eine kleine Oase, in der man andere Menschen kennenlernen kann oder auch mal für sich sein kann und mit wirklich freundlichen Mitarbeitern.

Eis essen in Cairns: Bellissimo – am Eingang Abbott Street des Nightmarkets angesiedelt, wirklich leckeres Eis in Sorten, die man nicht zu träumen gewagt hätte.

Pho Suppe essen in Cairns: hier macht ein kleiner Thai am Eingang Abbott Street des Nightmarkets eine der leckersten: Imm Thai Cafe.

Touranbieter fürs schnorcheln und tauchen: Reef Experience (hier kann man als Nicht-Taucher beim ersten Schnorcheln-Stop kostenlos einen Probetauchgang machen) Alle Mitarbeiter sind den ganzen Tag über sehr nett und aufmerksam.

Von Cairns nach Port Douglas (und umgekehrt) kommt man mit dem Port Douglas Bus am besten. Das beste: während der ca. einen Stunde Fahrt hat sich unserer Fahrer auch als Reiseführer erwiesen und uns einiges über die Gegend erzählt und einen extra Hinweis samt Fahrtverlangsamung für ein Riesen Krokodil am Ufer gab es auch.

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