Brisbane ist eigentlich nur auf meiner Reiseliste gelandet, weil damals bei der Flugrecherche nach Australien ein Flug hierhin am kürzesten und am billigsten war. Und so wurde „Brizzy“ zum ersten Stop meines Australienaufenthalts. Und da man in Brisbane eigentlich alles finden kann, was das Reiseherz begehrt, war das gut so. Es gibt ruhige und touristenfreie Flecken, putzige Viertel, laute Rummelplätze an denen es vor Touristen und Einheimischen wimmelt, viel Wasser und viele grüne Oasen. Und ein (Ankommens-) Tag reicht gut aus, um sich einen Überblick über das alles zu verschaffen.
Auffällig ist, dass die Brisbaner sehr sportlich motiviert sind – wirklich in noch keiner Stadt sind jemals so viele Menschen an mir vorbei gejoggt, geradelt und gewalkt wie hier – und das zu jeder Tages- und Abendzeit. Falls es ein Voting für die sportlichste Stadt Australiens gibt: Brisbane ist in jedem Fall vorne mit dabei. Genutzt werden dabei grüne Flecken wie das Gelände und der nahe gelegene Park rund um das alte Elektrizitätswerk in New Farm, das mittlerweile zu einem Kulturzentrum verwandelt wurde und der wunderschöne und großzügig angelegte Botanische Garten. Aber auch der 850m lange Brisbane River Walk bietet – trotz nur weniger Schatten- und Trinkwasserspendender Flecken – eine scheinbar perfekte Lauf- und Fahrradfahrstrecke.
Daneben gibt es in Brisbane kleine, aber feine Viertel, die einen mit ihrem Charme in den Bann ziehen und deren entspannte Stimmung sich automatisch auf einen überträgt. Bulimba ist hierfür ein tolles Beispiel: auf der Oxfordstreet reihen sich zunächst schnuckelige Häuschen aneinander bei denen man gerne in jedes zweite selbst einziehen möchte und beim weiteren Spazieren wandelt sich die Straße dann in ein Restaurant- und Caféparadies. Zu erreichen ist Bulimba am besten mit der City Cat – einem Teil des wirklich sehr gut ausgebauten Fährsystems der Stadt. Denn trotz dem vielen Wasser, das sich mit dem Brisbane River durch die ganz Stadt schlängelt, mangelt es in Brisbane an Brücken, wodurch sich eine Wasserfahrt des öfteren lohnt um schnell und bequem von A nach B zu kommen.
Wenn einem aber gerade nach stundenlangem Schlendern inklusive Sonnen- und Wasserbaden ist, sollte man sich zu den Southland Parklands begeben: hier haben sich die Brisbaner einen Strand direkt in die Innenstadt geholt. Neben chilligem Poolfleetzen ist es hier möglich, einen kleinen Tropenwaldspaziergang zu unternehmen, da extra einer dafür angelegt wurde oder sich eine Mini-Auszeit in Nepal zu gönnen, da die für die Weltausstellung 1988 gebaute Pagode heute noch steht. Ausruhen kann man sich aber auch in einem der unzähligen Restaurants und Cafés, die sich rund um die Southbank finden lassen – oder natürlich bei einer Fahrt mit dem Riesenrad, das sich hier ebenfalls finden lässt.
Unterkunftsempfehlung: TRYP Fortitude Valley (Den Angestellten hier liegt es wirklich am Herzen, dass sich Ihre Gäste wohl fühlen und auch ungewöhnliche Wünsche – wie zum Beispiel Überraschungs-Geburtstagstortenlieferungen – werden hier möglich gemacht)
Heißgetränk + Süße Kleinigkeit zum Krafttanken gibt es hier: Max Brenner Chocolate Bar (das Schokoladen-Liebhaber-Herz droht hier wirklich vor Glück zu bersten)
Abendessen und Bier trinken sollte man hier: Bloodhound Corner Bar & Kitchen (ich bin mir recht sicher, dass die riesige Bierauswahl daran liegt, dass der Besitzer ursprünglich aus München stammt)