Hörgeschichte April: Kafka Tamura

Kafka Tamura habe ich durch ihren Song „No Hope“ für mich entdeckt. Vor allem die hinreissend eingängige Stimme von Sängerin Emma Dakwins (der man vieles anhört, nur nicht, dass sie erst Anfang 20 ist) lässt einen in den Song eintauchen und dahinschweifen.

Aber auch „Somewhere else“ und „Nothing to everyone“, die sich auf dem gleichnamigen Debütalbum „Nothing to everyone“ finden, sind musikalische Zauberorte die irgendwo zwischen Indie-Pop, Elektro-Beats und Trip-Hop liegen. Dabei gelingt es dem deutsch-britischen Trio immer die perfekte Balance zwischen Emmas zerbrechlicher Stimme und den minimalistischen Grundsounds der Songs zu halten um am Ende etwas kraftvolles entstehen zu lassen.

Die Geschichte der Band ist eine, die es erst in Zeiten von SoundCloud geben kann: 2012 lädt Emma in ihrer Heimat England dort Songs von sich hoch, über die Patrick Bongers und Gabriel Häuser aus Leipzig dann zufällig stolpern. Die beiden schicken Ihr folgend einige Lieder, zu denen sie die Vocals beisteuert und so entstehen die ersten gemeinsamen Songs. Nach einem Besuch von Patrick und Gabriel in Southampton steht schnell fest, dass es nicht nur musikalisch, sondern auch persönlich passt und durch die gemeinsame (Namensgebende) Liebe zum Schriftsteller Haruki Murakami ist der Bandname dann auch schnell gefunden.

Nachdem sie in diversen Blogs und auf YouTube selbst schon relativ große Aufmerksamkeit erzielen, unterzeichnen sie 2014 bei Lichtdicht Records ihren Plattenvertrag., wo sie dann im folgenden Jahr 2015 mit deren bekanntestem Akt Milky Chance als Support mit auf deren Tour gehen. Seitdem ist es still geworden um das Trio – dem Wohlklang Ihres Albums tut das aber keinen Abbruch.

http://www.kafka-tamura-music.com


Erzeugen ein Gefühl von: Fahrtwind im Haar auf dem Weg ins Sommerwochenende, Spaghettieis im Sonnenschein oder Gin Tonic auf Dachterrasse bei Sonnenuntergang.

Klingen ähnlich wie: The XX, Vaults

Einmal anschauen da: No Hope

Und gleich mal mehr hören bei Spotify: Kafka Tamura


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