Diese Australier. Die machen schon sehr oft sehr gute Musik. Mein neuster Beweis dafür sind Vallis Alps: schon nach wenigen Klängen dieser entspannt-lässig zurückgelehnten Elektro-Sounds, die sich unverschämt charmant hintergründig ins Ohr einschleichen, war ich mehr als angetan. Produzent David Ansar aus Canberra und Sängerin Parissa Tosif aus Seattle lernen sich 2010 zufällig in Israel kennen, freunden sich an und arbeiten zunächst über das Internet hinweg an gemeinsamen Songs, bis Parissa 2015 nach Australien zieht und sie als Duo Ihr erste EP „Vallis Alps“ veröffentlichen – die in Australien auf Anhieb für Aufmerksamkeit sorgt.
Vor allem die Songs „Young“ und „Thru“ überzeugen: beide bauen sich eher langsam auf um dann mit dem ersten einsetzenden Beat sofort zum Kopfnicken anzuregen. Und durchweg bei jedem Song ist Parissas Stimme so perfekt mit diesen poppig-melodischen Klängen kombiniert, dass sich beides so vollendet ineinander schmiegt, dass man nie mehr mit zuhören aufhören mag. Auf Ihrer zweiten EP „Fable“, die 2017 erscheint erweitern sie Ihr Portfolio dann mit Sommer-Sehnsucht-Auslöser Songs wie „Fading“ oder dem in Musik umgewandelten Sundowner „East“.
Und eines verursachen wirklich alle Lieder: Lust auf mehr! Nach Ihrer ersten größeren Tour in diesem Jahr, bei der sie in Australien, Amerika und auch einmal kurz in London stoppen ist meine Hoffnung groß, dass wir danach nicht mehr lange auf ein ganzes Album warten müssen. Oder: sie noch ein wenig mehr in Europa auf Tour gehen.
Erzeugen ein Gefühl von: Frühlingslalalala und Sommerbrausen.
Klingen wie: was neues.
Hör- und Sehprobe: Young (#andweekswentbybutfeltlikehours)
Oder gleich mehr bei Spotify: Vallis Alps